⚡ Überspannungsschutz

Überspannungsschutz – Schutz für Ihre Elektroinstallation und Elektronik

Schutz vor Überspannungen – für Installation und empfindliche Elektronik

Überspannungen können durch Blitzeinwirkungen, Schalthandlungen im Stromnetz oder Fehler im Netz entstehen. Sie können elektronische Geräte beschädigen und insbesondere bei modernen Anlagen mit Photovoltaik, Batteriespeicher, Wallbox oder Smart Home erhebliche Schäden verursachen.

Als Electricista Autorizado prüfe ich, ob die vorhandene Elektroinstallation über einen geeigneten Überspannungsschutz verfügt und ob dieser fachgerecht in das Schutzkonzept der Anlage integriert wurde.

Schematische Darstellung eines Überspannungsschutzes mit SPD in einer elektrischen Unterverteilung

Ist Überspannungsschutz in Spanien vorgeschrieben?

Überspannungsschutz in Spanien: Was ist vorgeschrieben?

Die Anforderungen an den Überspannungsschutz ergeben sich in Spanien nicht ausschließlich aus dem REBT. Neben der ITC-BT-23 sind je nach Anschluss und Netzsituation auch die Normas Particulares bzw. Anschlussbedingungen des jeweiligen Netzbetreibers zu berücksichtigen.

Dabei geht es nicht nur um kurzzeitige transiente Überspannungen, beispielsweise durch Blitzeinwirkungen oder Schalthandlungen. Auch temporäre bzw. länger anstehende Überspannungen, etwa infolge von Netzfehlern, müssen bei der Auswahl der Schutzmaßnahmen berücksichtigt werden.

Welche Schutzgeräte und welche Schutzstufen erforderlich sind, hängt deshalb von der konkreten Installation, dem Netzanschluss und den geltenden Anschlussbedingungen ab.

Zwei wichtige Arten von Überspannungen

Transiente und temporäre Überspannungen sind nicht dasselbe

Bei der Planung des Überspannungsschutzes muss zwischen unterschiedlichen Vorgängen unterschieden werden.

⚡ Transiente Überspannungen

Das sind sehr kurze Spannungsspitzen, beispielsweise durch:

  • Blitzeinwirkungen
  • Schalthandlungen
  • Vorgänge im Versorgungsnetz

Hier setzt der klassische SPD (Surge Protective Device) an.

⚠️ Temporäre bzw. länger anstehende Überspannungen

Hierbei handelt es sich um länger anstehende Überspannungen oft permanente Überspannungen genannt die beispielsweise aufgrund von Fehlern im Netz entstehen können.

Ein typisches Beispiel ist ein Neutralleiterfehler, bei dem es in einem Drehstromsystem zu erheblichen Spannungsverschiebungen kommen kann.

Für solche Fehler ist ein herkömmlicher Überspannungsableiter für transiente Ereignisse nicht automatisch die richtige Schutzmaßnahme. Je nach Anlage kommen dafür entsprechende Geräte zur Überwachung und Abschaltung in Betracht.


Photovoltaikanlagen: Überspannungsschutz auch auf der DC-Seite

Bei einer Photovoltaikanlage endet das Schutzkonzept nicht an der Wechselstromseite.

Neben der AC-Seite muss auch die DC-Seite zwischen PV-Modulen und Wechselrichter betrachtet werden. Für netzgekoppelte Erzeugungsanlagen gelten zusätzliche Anforderungen des REBT, insbesondere der ITC-BT-40. Deshalb muss bei einer PV-Anlage neben der AC-Seite auch die DC-Seite zwischen PV-Generator und Wechselrichter in das Überspannungsschutzkonzept einbezogen werden.

In der Praxis bedeutet das: Bei einer PV-Anlage muss das gesamte System betrachtet werden – PV-Generator, DC-Leitungen, Wechselrichter, AC-Seite, Erdung und Potentialausgleich.


Besonders wichtig: Wallboxen

Bei Ladeeinrichtungen gelten zusätzliche Anforderungen

Bei einer Installation für das Laden von Elektrofahrzeugen ist das Thema Überspannungsschutz besonders relevant.

Die ITC-BT-52 enthält für Ladeinfrastrukturen ausdrücklich Anforderungen zum Schutz gegen temporäre und transiente Überspannungen.

Das ist besonders interessant für:

  • private Wallboxen
  • Wallboxen in Garagen
  • Ladepunkte in Comunidades
  • gewerbliche Ladeinfrastruktur
  • Mehrfach-Ladeanlagen

Ist bereits ein Überspannungsschutz vorhanden?

Ein Blick in die Unterverteilung reicht nicht immer

Ein vorhandenes Gerät bedeutet nicht automatisch, dass die Anlage optimal geschützt ist.

Bei einer Prüfung kann beispielsweise betrachtet werden:

  • Ist ein SPD vorhanden?
  • Welcher Typ wurde eingesetzt?
  • Ist das Gerät richtig angeschlossen?
  • Ist die Schutzmaßnahme passend zur Installation?
  • Sind die erforderlichen Leitungswege und Anschlüsse sinnvoll ausgeführt?
  • Gibt es weitere elektrische oder kommunikationstechnische Leitungen, die berücksichtigt werden sollten?
  • Ist der Überspannungsschutz funktionsfähig bzw. zeigt er einen Ausfall oder eine Auslösung an?

Gerade bei älteren Anlagen kann eine Nachrüstung sinnvoll sein.


Wann sollte man Überspannungsschutz überprüfen lassen?

Zum Beispiel:

  • bei einer Sanierung oder Erweiterung der Elektroinstallation
  • bei der Installation einer Photovoltaikanlage
  • beim Einbau einer Wallbox
  • bei einem Smart-Home-System
  • nach wiederholten Schäden an elektronischen Geräten
  • beim Kauf einer älteren Immobilie
  • wenn die vorhandene Unterverteilung modernisiert wird

Elektro-Check oder Überspannungsschutz?

Welche Prüfung ist sinnvoll?

Beim Elektro-Check wird die Elektroinstallation insgesamt betrachtet.

Bei einer gezielten Prüfung des Überspannungsschutzes geht es dagegen speziell um die vorhandenen Schutzmaßnahmen gegen Überspannungen.

Wenn Sie ohnehin einen umfassenden Elektro-Check durchführen lassen, kann der Überspannungsschutz dabei entsprechend mit betrachtet werden.


Ist Ihre Elektroinstallation ausreichend gegen Überspannungen geschützt?

Gerade bei älteren Immobilien oder modernen Anlagen mit Photovoltaik, Speicher, Wallbox und Smart Home lohnt sich ein Blick auf das vorhandene Schutzkonzept.

Ich prüfe die vorhandenen Schutzmaßnahmen und erkläre Ihnen verständlich, ob und wo Handlungsbedarf besteht.

Persönliche Beratung auf Deutsch, Englisch oder Spanisch.